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Verhaltensauffälligkeiten


Bei der Positiven Verhaltensunterstützung geht es um die Frage des Umgangs mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit geistiger Behinderung. Der Begriff des herausfordernden Verhaltens ist im angloamerikanischen Sprachraum geläufig (challenging behavior) und entspricht weithin dem deutschen Verständnis von „Verhaltensauffälligkeiten” Weitere Parallelbezeichnungen sind „Verhaltensstörung” und „Problemverhalten”.

Die Häufigkeit des Auftretens von Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung wird in verschiedenen Studien höchst unterschiedlich beurteilt. International gesehen schwanken die Angaben zwischen 12 und 70%. Als ein realistischer Wert kann eine Häufigkeit von 30 bis 40% aller Menschen mit geistiger Behinderung angenommen werden. Weiterhin wird bei 15% der Menschen mit geistiger Behinderung eine psychische Störung (zusätzlich zum Vorliegen der Behinderung) angenommen. Dabei ist es nicht immer einfach, zwischen Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Störungen klar zu unterscheiden. Zum Teil wird von einem Kontinuum ausgegangen, dessen einer Pol durch das Vorliegen einer eindeutigen psychiatrischen Diagnose (etwas in Form einer Psychose) gekennzeichnet ist, während am anderen Pol ‚Verhaltensstörungen’ liegen, die unmittelbar auf den erzieherischen Kontext zurückzuführen sind. Die hier vorgestellte Methode der Positiven Verhaltensunterstützung als pädagogisches Konzept kann beim Umgang mit allen Verhaltensauffälligkeiten ohne Krankheitswert helfen. Bei allen anderen Formen an psychosozialen Störungen ist eine interdisziplinäre Kooperation von (Heil-)Pädagogik/Sozialer Arbeit, Psychiatrie/Medizin und Psychotherapie unabdingbar.



Positive Verhaltensunterstützung
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